22. Februar 2007

Test Avira AntiRootkit Tool 1.0.1.10 (Beta)

Hersteller: Avira
Preis: Zeitlich limitierte Beta (Registrierung erforderlich)
Sprache: Englisch

Betriebssystem: Windows 2000/ XP/ 2003/ Vista

Treibername: avirabb.sys und ssmdrv.sys (immer geladen)





Avira AntiRootkit Tool 1.0.1.10 (Beta) vs Rootkits

System: Windows XP Pro SP2

Schwierigkeit: 1=Sehr schwer, 2=Schwer, 3=Mittel, 4=Einfach
Abkürzungen: Prozesse, Treiber, Hooks, Dateien, Registry
Ja: Findet Objekt, Nein: Was wohl
n/a: Diese Funktion wird vom Programm nicht unterstützt

Demo-Rootkits:
1 BadRKDemo_XP - T: n/a H: n/a R: Ja Entfernen: Nein
1 phide_ex - P: Nein (siehe Text) T: n/a
1 RKUnhooker Test Rootkit 1.2 neu - P: Ja T: n/a
1 Unreal.A Test Rootkit - T: n/a D: Nein

Grayware-Rootkits:
2 FUTo_enh - P:: Ja T: n/a

Malware-Rootkits:
2 All in One (alias Nailuj-A, VideoAti0.exe) - T: n/a D: Ja R: Ja Entfernen: Automatisch
3 Goldun - H: n/a D: Nein R: Ja Entfernen: Nein
3 Hacker Defender 100 - P: Ja D: Ja R: Ja Entfernen: Automatisch
1 Rustock.B (alias lzx32.sys) *1,2 - T: n/a H: n/a D: Nein R: Ja Entfernen: Nein (siehe Text)
3 Zcodec-Ruins - H: n/a R: Ja Entfernen: Nein

*1 Benutzt ADS
*2 Benutzt ISA (Implementationsspezifischer Angriff)


Fazit
Die Erkennungsrate hat sich seit der letzten Beta deutlich verbessert. Allerdings ist dieser Erfolg vermutlich weniger auf eine echte Verbesserung zurückzuführen, als auf obskure Tricks.

Der Treiber ist jetzt nach Art eines HIPS ständig geladen und zeichnet Rootkit-relevante Daten auf. Wenn man den "Detektor" dann startet, holt er den Bericht vom Treiber und tut so als hätte er die Sachen gerade gefunden. Dieser Trick ist bereits von AVG AntiRootkit bekannt (der Hersteller verbietet die Veröffentlichung von Testergebnissen in den Lizenzbedingungen). Allerdings basiert die Software von Avira nicht nur auf diesem Trick.

Natürlich funktioniert dieses System nur dann, wenn der Anti-Rootkit-Treiber bereits vor dem Rootkit geladen wurde. Wenn es dem Rootkit gelingt, sich in der Ladereihenfolge der Treiber nach vorne zu schieben, hat der "Detektor" verloren. Im Gegensatz dazu ist richtigen Detektoren die Ladereihenfolge egal.

Das lässt sich einfach überprüfen: Phide_ex Rootkit starten, Avira AntiRootkit Tool installieren, findet nichts. AntiRootkit Tool installieren, rebooten um den Treiber zu laden, phide_ex starten, findet es.

Wenn das RKUnhooker Test Rootkit vor der Installation des AntiRootkit Tools gestartet wird, findet das AntiRootkit Tool beim Scan einen Prozess ohne Namen. Wenn man das RKUnhooker Test Rootkit nach der Installation startet, zeigt das AntiRootkit Tool den Namen des Loaders an - obwohl der versteckte Prozess gar keinen Namen hat. Das zeigt überdeutlich, dass die Anzeige teilweise auf der Aufzeichnung von Prozessdaten beruht.

Anderer Test: Rustock.B installieren, rebooten, Avira AntiRootkit Tool installieren, rebooten, findet Datei nicht. Wenn Avira AntiRootkit Tool zuerst installiert wird, wird die versteckte Datei/ADS gefunden und Rustock.B kann automatisch entfernt werden.

Diese Launenhaftigkeit ist beängstigend. Dummerweise sagt einem das AntiRootkit Tool noch nicht mal, dass es nach der Installation unbedingt einen Reboot braucht.

Versteckte Registry-Schlüssel scheint das Programm ohne Tricks zu finden. Auch mit FUTo versteckte Prozesse findet das Programm sofort nach der Installation ohne Reboot. Das ist schon mal nicht schlecht.

Vermutlich ist das Anti-Rootkit Programm nur ein Testlauf, bevor die Funktionen in das Anti-Virus Programm von Avira eingebaut werden. Da der Hintergrundwächter dort eh immer läuft, macht es vielleicht Sinn wenn er auch noch nach Rootkits sucht. Als Einzelprogramm ist das AntiRootkit Tool nur beschränkt brauchbar.


Links

17. Februar 2007

Festplatten-Report

Endlich mal eine nützliche Studie: Eduardo Pinheiro, Wolf-Dietrich Weber und Luiz André Barroso von unserem Lieblings-Monopolisten Google haben sich die Ausfallrate von Festplatten angesehen.

Denn wenn es etwas gibt, mit dem Google sich auskennt, dann sind es Festplatten. Irgendwo müssen sie ja die ganzen Daten speichern, die sie von uns sammeln.

Leider nennen sie keine Hersteller, ansonsten aber alles.


Das hier aus der Zusammenfassung von Golem bestätigt, was ich schon immer vermutet habe:

Umgekehrt starben viele Platten, ohne dass die SMART-Parameter etwas andeuteten. Bezogen auf die vier signifikanten Fehler zeigten 56 Prozent der defekten Platten nichts an, nimmt man alle anderen Faktoren hinzu, so lieferten 36 Prozent der defekten Platten zuvor keine Hinweise via SMART.

Diese Grafik zeigt, welche SMART-Fehler die kaputten Festplatten vor ihrem Tod hatten: Mehr als 36% hatten null Fehler.


Links

11. Februar 2007

Forum der bözen Kinda

Beim Auswerten der Referer dieses Blogs habe ich ein ulkiges Forum entdekt: CIA World. Der Name hat nichts mit dem US-Geheimdienst zu tun, sondern kommt von dem gleichnamigen RAT (Remote Access Trojan/Tool).

Das Forum wird offensichtlich bevölkert von Kindern, deren Hobby es ist "Vics" (Victims) mit RATs zu infizieren.

Dazu packen sie ihre Malware in Archive, die sie über irgendwelche zweifelhaften Warez- und BitTorrent-Verzeichnisse verbreiten. Einige rühmen sich, duzende von Vics pro Stunde zu erreichen.

Der Favorit der Szene scheint zur Zeit Bifrost zu sein (hab ich gleich mal gezogen).

Ihr Ideal ist es, die Malware "UD" zu machen: Undetectable, von Anti-Virus Software nicht erkennbar. Ihr Erzfeind / Angstgegner ist VirusTotal (gut zu wissen). Im Forum wurde vorgeschlagen, die Malware absichtlich größer als 20 Megabyte zu machen, um das Limit von VirusTotal zu überschreiten und einen Upload unmöglich zu machen. Daran werde ich ab sofort immer denken, wenn ein Programm "zufällig" knapp über dem Limit von VirusTotal ist.

Den World of Warcraft Account abziehen scheint aktuell einer der gefragtesten Einsatzzwecke der RATs zu sein.


Links

Wir beobachten dich

9. Februar 2007

Kostenloses Anti-Virus Zeugs

Wer sein kostbares Geld lieber für Süßigkeiten als für Computerkram ausgeben will, kann sein System trotzdem hochrüsten: Diverse Hersteller bieten komplette Anti-Virus Pakete kostenlos an.

Daneben gibt es sogenannte Online Virus Scanner. Das sind einfache Programme die sich vom Webbrowser aus aufrufen lassen. Ausser HouseCall benutzen alle ActiveX, sind also normale Windows-Programme.

Vor der Benutzung sollte man sich immer das Kleingedruckte durchlesen. Alle Online-Scanner sammeln Statistikdaten, manche sogar Name und Version jeder installierten Anwendung.

Die Online-Scanner sind alle reine On-Demand-Scanner. Sie durchsuchen einzelne Dateien oder Verzeichnisse, wahlweise die gesamte Festplatte, haben keinen Hintergrundwächter oder andere residente Prozesse. Dardurch verbrauchen sie ausser Festplattenspeicher keine Resourcen und man kann beliebig viele gleichzeitig installieren. Die Online-Scanner sind gut geeignet um sich eine zweite Meinung einzuholen.

Bei den heute üblichen Festplattengrößen kann ein kompletter Durchlauf allerdings Stunden dauern. Das lässt sich oft etwas abkürzen, da sich nach meiner unwissenschaftichen Schätzung 98% aller Schädlinge auf der Systempartition verstecken.

Bei den von den Scannern installierten ActiveX-Controls kommen häufiger mal Sicherheitslücken vor. Es empfiehlt sich daher dringend, nicht benötigte ActiveX-Controls zu deaktivieren oder zu löschen. Ab Windows XP bietet der IE 6 dazu unter Extras -> Add-Ons verwalten ein Hilfsmittel.

Start -> Ausführen -> %SystemRoot%\Downloaded Program Files öffnet das Verzeichnis, in dem Windows den ActiveX-Kram lagert. Mit der guten alten Entf-Taste lässt sich hier der Existenz eines Controls ein Ende setzen.

Wenn man den Internet Explorer sonst nicht zum Browsen benutzt, kann einem das eher egal sein.

Fast alle Scanner beherrschen inkrementelle Updates. Dabei wird nur beim ersten Aufruf die komplette Virus-Datenbank heruntergeladen. Die Datenbank wird auf dem Rechner gespeichert. Danach werden nur noch die neuen Signaturen geladen.


Hinweis: Ich kann hier keine Aussage darüber treffen, welcher Scanner die beste Erkennungsrate hat.

Vermutlich gibt es noch andere Scanner, die ich nicht gefunden habe.


Kostenlose Anti-Virus Programme für Windows

Kostenlose Anti-Virus Programme für Windows gibt es von Avira, Avast, AVG, BitDefender (kein Hintergrundwächter) und ClamAV (kein Hintergrundwächter). Mit Ausnahme von ClamAV sind diese Programme nur für Privatanwender kostenlos.

Das MicroWorld Free AntiVirus Toolkit Utility (MWAV) ist ein reiner Detektor, kein Hintergrundwächter, kein Löschen, keine inkrementellen Updates (glaube ich). Soll auf Kaspersky basieren.

Der Scanner von AVG hat einen Hintergrundwächter, E-Mail Scanner und ist Werbefrei (bis auf einen winzigen Link auf die Bezahlversion). Die kostenlose Version ist nur auf English verfügbar. Gibt es auch für Linux. Es gibt auf der Webseite auch AVG Anti-Spyware in einer kostenlosen Version.

Avast hat einen Bildschirmschoner, der nach Viren sucht! Ausserdem eine Art IDS. Dazu SMTP, POP3 (E-Mail), IMAP und NNTP (Usenet) Scanner. Hat einen Hintergrundwächter plus P2P und Instant Messaging Shields (was immer das ist). Es besteht Registrierungs-Pflicht. Deutsch.

Avira AntiVir hatte in Tests immer eine gute Erkennungsrate. Die kostenlose Version wird geplagt von sehr aufdringlicher Werbung (Tip zum Abstellen siehe Kommentare). Kein E-Mail Scanner. Deutsch. Es gibt auch eine Version für Linux / FreeBSD / Solaris.

Den Open-Source Scanner ClamAV gibt es auch für Linux.

GMER: Das Anti-Rootkit Programm hat einen eingebauten Internet Explorer, mit dem man Online-Scanner auch im abgesichterten Modus benutzen kann (es lassen sich beliebige Scanner einbinden).


Online-Scanner

Trend Micro HouseCall
(ActiveX oder Java, IE6 oder Firefox/ Mozilla, lädt ca. 68MB runter)
Betriebssysteme: Windows, Linux, Solaris
Getestet: Windows, Java, Firefox.

Mit Abstand der aufwändigste Scanner und der einzige, der nicht zwingend Windows und IE benötigt. Allerdings auch mit beträchtlichem Abstand der fetteste Scanner: HouseCall lädt ca. 10x soviel herunter wie alle anderen. Auch die inkrementellen Updates sind riesig, größer als die komplette Datenbank der meisten anderen.

Zum Thema "Beseitigen gefundener Infektionen" sagt die Hilfe:

Das Säubern entdeckter Mal- und Grayware ist kostenpflichtig. Sie werden dazu von HouseCall an entsprechender Stelle aufgefordert, entweder einen bestehenden Ticketcode einzugeben, oder ein neues Ticket zu erwerben.
[..]
Ein HouseCall Ticket ist die Berechtigung, eine bestimmte Anzahl von Clean-Vorgängen durchzuführen.

Von irgendwelchen Ticketcodes war im Test allerdings nicht zu sehen, der Scanner löschte die zwei Testwürmer einfach so.

HouseCall hat auch einen Portscanner (funktionierte nicht im Test) und zeigt als einziger fehlende Windows-Updates an.

Installiert einen Treiber tmcomm.sys ("TrendMicro Common Module"). In dem Treiber wurden kürzlich schwere Sicherheitslücken entdeckt.

Beim Download der Datenbank hängte sich HouseCall auf und machte erst weiter, nachdem das Verzeichnis \.housecall6.6\AU_Temp im Profil geleert wurde. Manchmal hängt sich auch die Webseite auf und der Browser muss neu gestartet werden.

"Gelöschte" Dateien kommen ins Profil unter .housecall6.6\Quarantine, offenbar eine Art von Quarantäne. Es gibt keine offensichtliche Möglichkeit auf die Daten zuzugreifen (oder ich bin zu doof).

Der HouseCall-Scanner ist fett und buggy, aber der einzige, der auch unter Linux läuft. Damit kann man sein System von einer parallelen Linux-Installation booten und die Windows-Partitionen scannen.

Es gibt kein Uninstaller.


Alle weiteren Online-Scanner sind nur für Windows und brauchen Internet Explorer 4 oder 5 und ActiveX. Die meisten auch JavaScript, manche Flash.


a-squared Web Malware Scanner
Findet laut Hersteller Trojaner, Backdoors, Würmer, Dialer, Spyware/Adware, Keylogger, Rootkits, Hacking Tools, Riskware und TrackingCookies.
Nicht getestet. Funktion unbekannt.


Arcabit Online Scanner
Nicht getestet. Funktion unbekannt.


Authentium Command On Demand
Nicht getestet. Funktion unbekannt.


BitDefender Online Scanner (Lädt ca. 9MB runter)
Solider und gründlicher Scanner. Soweit erkennbar der einzige, der auch den Bootsektor untersucht. Viele Optionen, mehr als manches Desktop-Programm. Vermutlich der einzige "vollwertige" Scanner.

Achtung: Standardmäßig werden alle gefundenen Viren ohne Rückfrage "geheilt" oder gelöscht!

Es kann ein Report gespeichert werden (HTML-Datei). Lobenswert: Bevor der Scanner die üblichen Statistik-Daten an den Hersteller sendet, wird noch mal nachgefragt und die Daten auf Wunsch angezeigt. Ein Ablehnen ist möglich.

Zufällig habe ich gesehen, dass der Scanner auch 7-Zip unterstützt. Das können selbst die meisten "richtigen" Scanner nicht.

Unter den getesteten der einzige mit akzeptablem Datenschutz. Ausser einem Hintergrundwächter hat der BitDefender Online-Scanner alles was "normale" Scanner auch haben und ist dabei klein genug für Modem-Benutzer. Der einzige, der uneingeschränkt empfehlenswert ist.

Inkrementelle Updates. Programmverzeichnis C:\WINDOWS\BDOSCAN8, Uninstaller im Extras-Menü des Internet Explorer.


CA eTrust Antivirus Web Scanner (Lädt ca. 5MB runter)
Sehr einfacher Scanner. Gefundene Viren werden angezeigt und können entfernt werden. Hinweis: Bei unabhängigen Tests hatte der eTrust-Scanner eine unterirdische Erkennungsrate.

Inkrementelle Updates. Programmverzeichnis C:\WINDOWS\Downloaded Program Files (ActiveX-Verzeichnis von Windows), kein Uninstaller.


Ewido Anti-Spyware ActiveX / Micro Scanner (Lädt ca. 8 MB herunter)
Offiziell ein Anti-Spyware Programm, findet aber auch diverse E-Mail Würmer und andere Malware. Löschen ist möglich.

Es gibt eine ActiveX-Version und den "Micro Scanner", ein kleines Programm zum herunterladen das ohne Browser läuft. Der Scanner scheint recht gründlich zu sein, erzeugte aber bereits im Kurztest einen Fehlalarm.

Hinweis: Ewido wurde von Grisoft (AVG) gekauft. Es gibt jetzt den Nachfolger AVG Anti-Spyware in einer kostenlosen Version (siehe oben).

Kein inkrementelles Update. Signaturen werden in den IE-Cache geladen.


F-Secure Online Virus Scanner
Hängte sich bereits bei der EULA auf und konnte nicht getestet werden.

Der F-Secure Online Scanner entfernt nur Viren. Würmer, Trojaner und Backdoors werden nicht entfernt.


Kaspersky Online Virus Scanner (Lädt ca. 10MB runter)
Einfacher Scanner ohne irgendwelche Optionen. Gefundene Viren werden nur angezeigt, nicht entfernt. Viel Werbung für Kaspersky-Kram. Nicht gescannt werden der Arbeitsspeicher, Bootsektoren und MBR. Kann Report als HTML-Datei speichern. Untersucht Archive und Mails.

Inkrementelle Updates (sehr klein und sehr aktuell). Programmverzeichnis C:\WINDOWS\system32\Kaspersky Lab, kein Uninstaller.


McAfee FreeScan
Vermutlich werden gefundene Viren nur angezeigt, nicht entfernt. Vermutlich muss man in irgendeinem "McAfee-Club" Mitglied werden um ihn benutzen zu können.


Microsoft Windows Live OneCare Safety Scanner
Nicht getestet. Hat in unabhängigen Tests nicht gut abgeschnitten.


Panda ActiveScan (Lädt ca. 8MB runter)
Überprüft E-Mails und Dateien. Beseitigt Viren, Würmer und Trojaner. Spyware und Dialer werden erkannt aber nicht gelöscht.

Verlangt nach Email-Adresse.

Inkrementelle Updates. Programmverzeichnis C:\WINDOWS\system32\ActiveScan
Nicht getestet, weil ständig "Internal Server Error".


PC Pitstop AntiVirus Center
Nicht getestet.


Symantec Security Check
Vermutlich werden gefundene Viren nur angezeigt, nicht entfernt.
Untersucht keine komprimierten Dateien.
Nicht getestet.


Online Datei-Scanner (unvollständig)


Links

8. Februar 2007

Microsoft Viren-Quiz

Jeder hat schon von Computerviren gehört: schädliche Software, die unerwartet und in vielen verschiedenen Formen auf Ihrem Computer auftreten kann. Die Wirkung von Computerviren variiert von lediglich lästig bis zerstörerisch. Mit etwas Sachverstand und Voraussicht können Sie jedoch die Wahrscheinlichkeit reduzieren, dass Ihr Computer mit einem Virus infiziert wird. Finden Sie anhand dieses Quiz heraus, wie viel Sie tatsächlich über Computerviren wissen.

Man beachte die miesen Ergebnisse der anderen! Bei den supereinfachen Fragen der ersten Seite ist die durchschnittliche Punktzahl: 4,3 von 6 :-$

Das erklärt so einiges...


Links

Das Rootkit, das aus dem Firewall kam

"JEDER PC auf dieser Welt soll sicher sein" (Ashampoo-Werbung)

Die kostenlose Ashampoo FireWall [sic] ist eine ziemlich durchschnittliche Personal Firewall für Windows. Nur unter Einstellungen verbirgt sich eine ungewöhnliche Funktion:


Die Firewall kommt mit einem eigenen Rootkit!

Dazu wird die Datei ASFWHide (ohne Erweiterung) ins Temp-Verzeichnis (!) kopiert und als Treiber geladen. Der Treiber hat keine Beschreibung und keinen Firmennamen. Der Pfad des nicht versteckten Treibers ist allerdings so grotesk auffällig, dass man ihn aus 50 Km Entfernung sieht: C:\DOKUME~1\ADMINI~1\LOKALE~1\Temp\ASFWHide.

Der Treiber installiert zwei SSDT-Hooks:


Der eine versteckt den FireWall.exe-Prozess, der andere verhindert das Beenden mit TerminateProcess.

Der Selbstschutz ist allerdings ziemlich löchrig, er läßt sich auch ohne Administrator-Rechte leicht umgehen. Es funktionieren die gleichen Suspend- und CrashProcess-Tricks wie bei Kindersicherung 2006.


Links

5. Februar 2007

Rootkit Unhooker 3.20 erschienen

Die hyperaktiven Russen EP_X0FF und MP_ART haben die allseits beliebte Anti-Rootkit Software Rootkit Unhooker in einer neuen Version veröffentlicht.

Neben einigen Detailverbesserungen gibt es nicht näher spezifizierte neue Methoden um versteckte Treiber und Dateien zu erkennen. Damit sollte sich auch das Unreal-Rootkit nicht länger der Entdeckung entziehen können.

Version 3.20 build 130/380 code name "TrapZero" (04.02.2007)
added: Properties for processes and drivers
improved: action menu optimized
UnHook & UnHook ALL merged for SSDT/Code Hooks
Dump Process/Dump Driver merged for Processes/Drivers
Wipe/Copy file features are now available for the following pages:
- Hidden Processes Detector
- Hidden Drivers Detector
- Hidden Files Detector
improved: hidden drivers detection
improved: hidden files detection
[...]

P.S.: Ich arbeite gerade an einer deutschen Übersetzung des Programms. Wer
Lust hat mir bei der Online-Hilfe zu helfen möge sich melden (grundlegende HTML-Kenntnisse oder Besitz von Adobe RoboHelp wünschenswert).


Update 1. April: Die Homepage ist schon wieder umgezogen.


Links

4. Februar 2007

Das Windows Event-Log

Gerade fällt mir auf, dass ich noch keinen Link zu meinem brillianten adm.revlog.vbs Skript gepostet habe.

Ich wollte immer was schreiben zum Windows Event-Log alias Ereignisanzeige, bin aber nie dazu gekommen. Die arme Ereignisanzeige ist vermutlich die am meisten übersehene Funktion von Windows.

Mit eventvwr.exe ruft man das Anzeigeprogramm auf. Standardmäßig werden alte Einträge gelöscht wenn sich mehr als 2 MB oder so angesammelt haben.

Die maximale Größe ist ca. 200 MB. Achtung: Da das Event-Log Memory-Mapped ist, verbraucht ein 200 MB Log tatsächlich 200 MB RAM.

Das Skript kopiert das Event-Log in eine EVT-Datei (lässt sich mit der Ereignisanzeige öffnen) und löscht es dann. Es ist dazu gedacht mit dem Task-Planer aufgerufen zu werden. Bei einem Desktop reicht einmal am Tag, bei einem Server ungefähr alle 10 Minuten. So bekommt man ein Archiv und hält den Speicherbedarf gering.

Besonders wenn man die detailierte Überwachung eingeschaltet hat, kann das Sicherheits-Log sehr groß werden. Wenn man irgendeinen Systemfehler hat (wie die berüchtigten Perflib/Perfmon-Fehler) kann auch das Anwendungsprotokoll schnell volllaufen. Dadurch werden unter Umständen wichtige Informationen gelöscht.

P.S.: Die EVT-Dateien lassen sich sehr gut komprimieren.


Links