BIOS-Passwort umgehen oder löschen
Praktisch alle PCs und Notebooks haben die Möglichkeit ein BIOS-Passwort zu aktivieren. Allerdings ist "BIOS-Passwort vergessen" oft genug die Folge.
Besitzer von Desktop-Rechnern sind noch verhältnismäßig gut dran: Die meisten Desktops haben einen Jumper auf dem Mainboard (oft PWD oder CMOS genannt), mit dem man das Passwort löschen kann. CMOS ist dabei der Name des Speichers, in dem das Passwort und die anderen BIOS-Einstellungen liegen.
Deutlich weniger witzig sind BIOS-Passwörter bei Notebooks, besonders wenn der Vorbesitzer nicht mehr greifbar ist. IBM hat früher in solchen Fällen das Mainboard des Notebooks ausgetauscht - zumindest behaupteten sie es.
Mit dem kleinen Kommandozeilenprogramm CmosPwd kann man sich das BIOS-Passwort der meisten Systeme anzeigen lassen.
CmosPwd läuft unter allen Versionen von DOS und Windows (und Linux). Unter Windows muss vor der Benutzung der ioperm-Dienst installiert werden, da Windows sonst keinen direkten Zugriff auf das BIOS erlaubt. Nach der Benutzung sollte man den Dienst wieder entfernen (Sicherheitslücke).
Aus der von CmosPwd angezeigten Liste sucht man sich seinen BIOS-Hersteller heraus, neben dem dann hoffentlich das Passwort angezeigt wird. Es wird nicht das Original-, sondern ein äquivalentes Passwort angezeigt.
Benutzung von CmosPwd unter Windows
ioperm.exe -i
cmospwd_win
[Passwörter werden angezeigt...]
ioperm.exe -u
CmosPwd kann auch ein Backup vom CMOS speichern (und es wieder herstellen). Wenn nix gefunden wird, kann man als letzte Möglichkeit das BIOS-Passwort löschen.
Im Web zirkulieren auch diverse Listen mit Backdoor-Passwörtern der verschiedenen Hersteller. Kann allerdings ewig dauern, bis man eins gefunden hat das funktioniert.
Falls das Programm versagt, bittet der Programmierer um eine Mitteilung.
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