31. Juli 2006

Kinder zum Erkenungsdienst

Im EU-Ministerrat will man für die Abnahme von biometrischen Daten das Mindestalter von 12 Jahren vorschreiben, Mitgliedsländer könnten dies aber auch schon weitaus früher machen.

Wie britische Bürgerrechtsorganisation Statewatch berichtet, wird in der EU darüber nachgedacht, Fingerabdrücke auch bereits von Kindern für die EU-Pässe abzunehmen.


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30. Juli 2006

Was bedeuten die Task-Manager Anzeigen?

Teil 1: Systemleistung (engl. Performance).

Der Windows Task-Manager sieht unter Windows 2000 und Windows XP fast gleich aus. Größter Unterschied: XP hat zwei zusätzliche Tabs für Netzwerk und Bernutzer. Ausserdem wird unter XP bei Prozesse wahlweise der Benutzernamen angezeigt.


Das Bild ist von Windows XP Pro.


Legende: Bezeichnungen von Windows 2000 / Windows XP (Englisch).


Graphen

CPU-Nutzung / CPU-Auslastung: Diese Anzeige ist eher eine Schätzung als eine "Wissenschaft".
Verlauf der CPU-Nutzung / CPU-Auslastung: Wenn man mehrere CPUs hat, wird unter XP für jede CPU ein eigener Graph angezeigt.
Speichernutzung / Auslagerungsdatei: Der von XP benutzte Begriff "Auslagerungsdatei" ist hier verwirrend. Die Anzeige zeigt eigentlich den "Virtuellen Speicher" an, der aus dem RAM und der Auslagerungsdatei besteht. Mehrere Auslagerungsdateien werden hier zusammengerechnet. Der Höchstwert ist Zugesicherter Speicher->Grenzwert (Grenzwert bei XP durch 1024 teilen um Megabyte zu erhalten). Windows 2000 zeigt hier in Kilobyte an.
Verlauf der Speichernutzung / Auslagerungsdateiauslastung: Selbsterklärend.


"Rote Linie"

Wenn man im Menü "Ansicht->Kernel-Zeiten anzeigen" auswählt, wird zusätzlich eine rote Line angezeigt. Diese rote Line gibt den Anteil des Kernels an der CPU-Nutzung an (eigentlich selbsterklärend). Die "Kernel-Zeiten" beinhalten den CPU-Verbrauch aller Treiber. Die CPU-Nutzung einzelner Treiber kann man nicht herausrechnen.

Häufige CPU-Verbraucher im Kernel sind Grafikkartentreiber, Soundkartentreiber, etc. Wenn die rote Linie während der Audiowiedergabe ungewöhnlich hoch ist, deutet dies auf einen miesen Treiber hin (könnte auch ein Problem mit dem PCI-Bus sein). Ähnliches gilt analog für andere Geräte.

Wenn die rote Linie ohne erkennbaren Grund mehr als ein paar Prozent beträgt, liegt möglicherweise ein Problem mit der Hardware (Mainboard, PCI-Karte) oder einem Treiber vor.

Die grüne Linie ist der Gesamtwert, entsprechend der Anzeige CPU-Nutzung / CPU-Auslastung.


Insgesamt
Handles: Zeiger auf Betriebssystem-Objekte.
Threads: Nebenprozesse. Schwierig zu erklären.
Prozesse: Anzahl der Prozesse halt. Wenn die Zahl anders ist als die Zahl die IceSword liefert, hat man vermutlich ein Rootkit.


Zugesicherter virtueller Speicher / Zugesicherter Speicher (Commit Charge)
Insgesamt: Aktueller Speicherverbrauch in RAM+Auslagerungsdatei. Wenn dieser Wert konstant größer als Realer Speicher->Insgesamt ist, sollte man über den Kauf von mehr RAM nachdenken. Dieser Wert ist identisch mit dem Graph "Auslagerungsdatei", nur in Kilobyte.
Grenzwert: Gesamtgröße RAM+Auslagerungsdatei.
Maximalwert: Eine schlechte Übersetzung von "Peak". Der höchste gemessene Speicherverbrauch seit dem Start des Systems. Dieser Wert sollte immer deutlich unter dem Grenzwert liegen.


Realer Speicher / Physikalischer Speicher
Insgesamt: Realer (Physikalischer) Speicher, RAM. Wenn man den Wert durch 1024 teilt, bekommt man den Wert in Megabyte. Hinweis: Es "fehlt" immer ca. ein halbes Megabyte. Das ist normal.
Verfügbar: Der Teil des RAMs, der nicht von Programmen belegt ist.
Systemcache: Der Festplattencache. Um den Zugriff auf die Festplatte zu beschleunigen, wird ein Teil des verfügbaren RAMs als Zwischenspeicher (Cache) benutzt. Wenn der Cache größer als Realer Speicher->Verfügbar ist, ist ein Teil des RAMs bereits ausgelagert, auch wenn Zugesicherter virtueller Speicher->Insgesamt noch unter Realer Speicher->Insgesamt ist. Darüber sollte man sich nicht allzuviele Gedanken machen. Der Cache ist in die Speicherverwaltung eingebaut und funktioniert vollautomatisch. Einstellen kann man da nichts.


Kernel-Speicher
Insgesamt: Speicherverbrauch durch den Kernel (beinhaltet alle Treiber).
Ausgelagert: Kernel-Speicher, der momentan in die Auslagerungsdatei verschoben wurde.
Nicht ausgelagert: Wenn dieser Wert über einen längeren Zeitraum konstant ansteigt, liegt möglicherweise ein Speicherleck in einem Treiber vor.


Ich hoffe, dass ist jetzt 100% klar.


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29. Juli 2006

Der beste Anmachspruch


"Ich denke, du bist so intelligent, dass du nicht auf billige Komplimente reinfällst."

Sonnencreme ist schädlich


Wenn sie falsch aufgetragen wird. Laut Dr Rachel Haywood.

They found rubbing sunscreen on does not offer even protection and letting a white film dry on was much better.
[..]
"However, our research shows for the first time that if the cream is rubbed in, the protection is minimal."

Man soll Sonnencreme also nicht einreiben, sondern auf der Haut trocknen lassen.

Aber natürlich gibt es auch wieder einen anderen Wissenschaftler, der das genaue Gegenteil sagt:

But Colin Hopper, a skin cancer specialist at University College Hospital, said: "Sun cream should be applied generously, and rubbed in carefully.

Was lehrt uns diese Geschichte?

Nichts?


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28. Juli 2006

"Der Blog" oder "Das Blog"


Heisst es "der Blog" oder "das Blog"? Diese gewichtige Frage beantwortet jetzt der neue Duden, jenes selbsternannte Regelwerk der Deutschen Sprache.

Insgesamt 3.000 Wörter wurden in die 24. Auflage des Dudens aufgenommen, der seit dem 22. Juli 2006 erhältlich ist. Darunter sind auch "Weblog" und die Kurzform "Blog", die der Duden als "tagebuchartig geführte, öffentlich zugängliche Webseite zu einem bestimmten Thema" beschreibt. Auch die in diesem Zusammenhang häufig aufkommende Artikelfrage klärt das Wörterbuch: "das, auch: der" ist demnach richtig.


Beides ist also "richtig". Sehr beruhigend.

Kommas werde ich dann weiterhin so setzen, wie die Spinne hinter dem Bücherregal es mir empfiehlt. Die kennt sich echt aus.


Voipende Auflaufkinder dürfen in Blogs phishen schreiben. Golem

Irans Terroristen

Slate hat einen interessanten Artikel über Irans Terroristen.

Auch gut: Die Middle East Buddy List. Eine Flash-Präsentation, die die Beziehungen im Nahen Osten mehr oder weniger übersichtlich aufzeigt.


Still, the large U.S. presence leaves the United States vulnerable to Iranian-inspired violence. Iranian commentators speak openly about holding thousands of hostages in Iraq, suggesting that they view the troops as more of an opportunity than a threat.


Artikel

Der Feind schickt SMS

Flugblätter sind obsolet:

Und der britische "Guardian" berichtet von israelischer Propaganda per SMS: Demnach bekommen Handy-Nutzer im ganzen Libanon Nachrichten, in denen die Hisbollah und deren Führer Hassan Nasrallah für den Konflikt verantwortlich gemacht werden.

Psychokrieg per Telefon. Spiegel

Einführung in IceSword - Win32 Services


Beschreibung
Services - Dienste - sind die kleinen Helferlein des Betriebssystems. Im Gegensatz zu Treibern laufen sie nicht im Kernel, sondern wie normale Programme.

Hinweis:
Die Bezechnung "Win32 Services" ist etwas ungewöhlich. Normalerweise sagt man "Windows NT Services" oder einfach nur "Services".

Einige Dienste laufen als EXE-Programm und sind im Task-Manager sichtbar. Viele Dienste leben in den Containerprozessen SERVICES.EXE und SVCHOST.EXE.

Achtung:
\Windows\system32\SVCHOST.EXE ist ein Systemprozess, \Windows\system32\SCVHOST.EXE und \Windows\SVCHOST.EXE sind beliebte Dateinamen von Schadprogrammen. Bei Systemprozessen niemals nur auf die Namen verlassen, immer die digitalen Signaturen prüfen. Siehe Kernel Module.

Dienste sind im Grunde eine besondere Form von Autostarts. Diverse Hilfsprogramme von Digitalkameras, MP3-Playern, Personal Firewalls und viele andere laufen als Dienste.

Unter Services wird eine Liste aller registrierten Dienste angezeigt, sowohl aktive als auch inaktive. Die Dienste selbst werden nicht angezeigt. Da Dienste normale EXE-Programme oder DLLs sind, werden sie unter Process angezeigt.

Mit der rechten Maustaste bekommt man ein Menü, mit dem man die Dienste kontrollieren kann.


Auf was man achten sollte
Versteckte Einträge werden in rot angezeigt. Aber nicht alle bösartigen Dienste sind versteckt. Manche laufen ganz offen, getarnt lediglich durch einen verwirrenden Namen.

Achtung:
Rootkits wie Hacker Defender benutzen ihren Dienst, um ihren Dienst-Eintrag zu verstecken. Wenn man den Dienst-Prozess killt, ist der Eintrag nicht mehr versteckt und wird demzufolge auch nicht mehr in rot angezeigt.


Was IceSword nicht findet
Aufgrund der Funktionsweise des Service Control Managers ist es sehr schwierig, Dienste vor IceSword zu verbergen. Schadprogramme denen dies gelingt, sind mir noch nicht begegnet.

Selbst wenn es gelingen sollte, würde die EXE des Dienstes von IceSword oder anderen Anti-Rootkit Programmen angezeigt werden.


Andere Werkzeuge
Der MiTeC Process Viewer ist ein "normaler" Prozess-Viewer. Er zeigt wie IceSword die Anzahl der gefundenen Prozesse, Treiber und Dienste an und kann daher gut zum Vergleich benutzt werden.

Sysinternals Process Explorer findet keine verstecken Prozesse, zeigt aber viele nützliche Informationen an. Es wird unter anderem auch angezeigt, welche Dienste sich in den Containerprozessen SERVICES.EXE und SVCHOST.EXE verstecken.

SERVICES.MSC und COMPMGMT.MSC. Verwaltungswerkzeuge von Windows. Zugänglich über Start->Ausführen.

NET.EXE. Dieses Kommandozeilenprogramm gehört zu Windows. NET START zeigt Beispielsweise eine Liste der momentan aktiven Dienste an. Mehr dazu in der Hilfe (Win-F1).


27. Juli 2006

Autofrei leben


Millionen leben ohne Auto

Die negativen Folgen des Automobilismus sind hinreichend bekannt. Weniger bekannt ist, dass Besitz und Nutzung eines Autos für viele Menschen nicht selbstverständlich sind.

Es ruft immer wieder Erstaunen hervor, auch bei Autofreien selbst, dass fast ein Viertel aller Haushalte in Westdeutschland ohne Auto leben, in Städten über einer halben Million Einwohnern sogar 40 Prozent.

Auch wenn sie das aus sehr unterschiedlichen Gründen tun, so beweisen doch Millionen Menschen jeden Tag aufs Neue, dass es auch ohne Auto geht, ja dass man ohne Auto oft besser leben kann als mit.


Die Initiative der Autofreien
autofrei leben! e.V.

26. Juli 2006

Einführung in IceSword - Startup

Beschreibung
Windows besteht neben dem Kernel (NT) aus vielen kleinen Erweiterungen (Komponenten). Wenn man den Rechner bootet, werden zuerst der NT-Kernel und einige Treiber geladen. Dann läd Windows seine "Erweiterungen". Dazu gehören die Benutzeroberfläche, Dienste, Hilfsprogramme, etc.

In der Registry gibt es dafür eine grosse Zahl an "Autostarts", Registry-Schlüssel die auf eine ausführbare Datei oder eine DLL verweisen. Diese werden während des Starts von Windows oder bei Bedarf geladen. Da Windows äußert kompliziert ist und aus vielen Subsystemen besteht, gibt es eine unüberschaubare Anzahl von Autostarts.

Da die meisten Schadprogramme den nächsten Reboot überleben wollen, haben sie sich irgendwo in der Registry einen Autostart eingetragen.

Es gibt extra für den Benutzer vorgesehene Autostarts. Andere Autostarts sind für Betriebssystem-Erweiterungen oder für das Betriebssystem selbst gedacht. Natürlich halten sich Schadprogramme nicht an die "Vorschriften" und bauen ihren Autostart an den unmöglichsten Stellen in die Registry ein.


Achtung:
Autostarts sind nicht nur in der Registry. Auch einige Dateien können dafür benutzt werden, der Task-Planer, der Autostart-Ordner im Startmenü...


Auf was man achten sollte
Weder IceSword noch Autoruns noch irgendein anderes Programm können gute von bösen Autostarts unterscheiden. Der Benutzer muss diese Entscheidung selbst treffen. Diverse Anti-Spyware Programme kennen bereits die Autostarts von vielen Schadprogrammen, unbekannte Autostarts können sie aber nicht bewerten.

Achtung:
Verdächtige Dateien nicht einfach löschen. Besser umbenennen oder kopieren/ Original löschen. Wenn man einen Fehler gemacht hat, kann man die Datei wiederherstellen. Ausserdem ist es gut Beweise zu sichern.


Was IceSword nicht findet
Zu viel. Die von IceSword angezeigten Autostarts sind nur ein winziger Teil der Gesamtmenge. Noch schlimmer: Die IceSword bekannten Autostarts sind nicht dokumentiert. Man weiß also nicht mal, was man verpasst.

Für die Anzeige von Autostarts benutzt man besser ein Spezialprogramm wie Autoruns. Aber auch Spezialprogramme können keine Wunder vollbringen. Schadprogramme sind äußert trickreich, wenn es darum geht das eigene Überleben zu sichern.

Die IceSword-Funktion Reboot and Monitor ist manchmal nützlicher als jeder Autostart-Viewer.

Wenn man ein besonders hartnäckigen Autostart nicht findet, kann man versuchen mit Reboot and Monitor den Dateinamen herauszufinden und die Registry danach durchsuchen.

Manche Schadprogramme ändern ihre Autostarts jedes mal wenn sie starten, und/oder legen gleich mehrere Autostarts an. Andere blokieren ihre Dateien oder erzeugen sie ständig neu. In diesem Fall kann es einfacher sein, die Dateien selbst anstatt die Autostarts in der Registry zu suchen. Mit Sigcheck findet man leicht nicht signierte Dateien. Alle Systemdateien sind signiert (fast alle).

Mit der Windows Boot-CD BartPE kann man seinen Rechner von CD booten. Dann kann man jede Datei auf der Festplatte umbenenen/ löschen.


Andere Werkzeuge
Sysinternals Autoruns. Sehr guter, für den Privatgebrauch kostenloser Autostart-Viewer. Habe allerdings erst kürzlich einen Fehler darin gefunden (wurde inzwischen beseitigt). Zeigt keine versteckten Autostarts an. Hinweis: Sysinternals wurde inzwischen von Microsoft aufgekauft. Keine Ahnung wie lange man die Software noch herunterladen kann...

StartupList und HijackThis. Für Experten. Zeigt keine versteckten Autostarts an. Nützlich: Die eingebaute Hilfe von StartupList (Englisch) erklärt kurz die Funktion der einzelnen Autostarts.

Hinweis: Es wurden bereits mehrere Schadprogramme gesichtet, die es auf ihren Erzfeind HijackThis abgesehen haben. Wenn sich HijackThis (oder ein anderes Programm) sofort nach dem Start beendet, kann man mit der IceSword-Funktion Log Process Termination den Übeltäter finden.

A² HiJackFree. Ähnlich wie Autoruns, aber etwas unübersichtlich. Zeigt keine versteckten Autostarts an.

CodeStuff Starter. Habe ich noch nicht ausprobiert, sieht aber gut aus (ähnlich wie Autoruns).

Sysinternals RootkitRevealer. Findet versteckte Registry-Schlüssel und Dateien.

Sysinternals Sigcheck. Überprüft die in allen Systemdateien eingebetteten digitalen Signaturen.


23. Juli 2006

Deutschland bedroht durch Bierknappheit


Bierknappheit - Kaum ein anderes Wort kann die Menschen derart in Panik versetzen. Und doch ist es real. Die Rheinische Post berichtet heute im Internet von einer existenziellen Krise:


Die gegenwärtige Sommerhitze und der ungebremste Durst der Deutschen bringt auch die Brauereien an ihre Belastungsgrenze. In mehreren Regionen kommt es bereits zu Lieferschwierigkeiten, und das Leergut werde knapp.

Was machen?

8. Atmen Sie ruhig und langsam, aber nicht zu tief.

Selbsthilfe - 10 Gebote bei Panik


Artikel

21. Juli 2006

Cairo/Beirut Dispatch القاهرة- بيروت

Etwas länglicher Bericht einer Ex-Bewohnerin von Beirut/ Libanon.

One thing you all have to know, and I’m writing this because almost every American I talk to says, “Well, Hizbollah kidnapped those soldiers.” Okay, on Hizbollah’s side, this was a monumentally stupid thing to do.

At the same time, in Lebanon, Israeli planes constantly violate Lebanese air space and occasionally bomb selected targets all over the country, bombs that often, well, miss. I cant tell you how many times I sat on my balcony overlooking the Mediterranean and saw the Israeli fighter planes flying by.

My favorite AUB professor, Timur Goksel, used to, during lecture, hear the passing of an Israeli jet and could tell us the model just from the sound of the scream it made.

Cairo/Beirut Dispatch القاهرة- بيروت: Beirut Dispatch from Cambridge 7.20.06 NEW POST- Complete and Utter Disaster

20. Juli 2006

Der Pimmelbrunnen


Der Pimmelbrunnen spritzt munter vor sich hin, la la...


Unserer Nachbardorf Kriftel hat ausser Erdbeeren und einem gammligen Freibad nicht viel zu bieten. Doch etwas haben sie uns eindeutig voraus: Den göttlichen Pimmelbrunnen am Bahnhof.


Eine Legende besagt, wenn man vom Pimmelbrunnen vollgespritzt wird, wird man bald im Lotto gewinnen. Aber vielleicht habe ich das auch nur erfunden.


P.S.: Alle die "Pimmel" und "vollspritzen" in Google eingegeben haben und hier gelandet sind: Hier ist der Kollege vom Porno-Blog.


Es ist jetzt fast Mittennacht und 29°C im Schatten. Guten Abend.

19. Juli 2006

Filmindustrie beschäftigt Kinder als Spitzel



Bizarro-Nachricht des Tages:

In Hongkong werden künftig Kinder das Internet überwachen, berichtet die New York Times. Die "jungen Botschafter" sollen Internetforen observieren und "Verbrechen" wie Urheberrechtsverletzungen an die Polizei melden.
[..]
Sollte sich ein Verdacht als begründet herausstellen, werden der Verband der Filmindustrie, MPA, oder der internationale Verband der Musikindustrie, IFPI, informiert. Diese entscheiden dann selbst, wie sie gegen die Urheberrechtsverletzungen vorgehen wollen.

Jetzt kann es nur noch wenige Monate dauern, bis dressierte Affen im Auftrag der IFPI BitTorrent-Nutzern die Augen auskratzen. Ich habe zu diesem Thema nichts weiter zu sagen.


Hongkongs Pfadfinder werden "Urheberrechtswächter". Golem

18. Juli 2006

"Wir möchten mit Ihnen über Firefox sprechen"

Wo wir gerade beim Thema Firefox-Bashing sind: Ich habe einen lustigen Artikel auf Onlinekosten.de gelesen:

"Du bist Teil einer Bewegung, auf die sich Firefox stützt — eine Gemeinschaft, die die Balance im Netz wiederherstellt", betont der Text auf der Seite. Die Gemeinschaft möchte wachsen. Und deshalb werden dort Firefox-Anwender im besten Stil der Zeugen Jehovas darum gebeten, mal mit den Ungläubigen zu reden. Klingelt es demnächst an der Haustür, steht dort dann statt des obligatorischen Zeugen Jehovas mit "Wachturm" ein Firefox-Nutzer mit Browser-Broschüre? "Hallo, ich möchte mit Ihnen über Firefox sprechen." Amen.
-- Onlinekosten.de


Auch gut:

Sie wollten schon immer IE-Benutzer von Ihrer Seite ausschliessen? Jetzt können Sie diesen lange gehegten Wunsch in die Tat umsetzen. IE-Benutzer sehen eine Nachricht, die sie darauf hinweist, dass sie Firefox herunterladen und installieren müssen, um Ihre Seite zu besuchen.
-- Explorer Destroyer


Die "andere Seite":

Myth - "Firefox and Mozilla are Not for Profit"

Reality - "The Mozilla Corporation pays its employees from the revenues we receive from our product. We are very fortunate in that the search feature in Firefox is both appreciated by our users and generates revenue in the tens of millions of dollars."
-- Firefox Myths


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Malware Search Engine

H. D. Moore hat wieder zugeschlagen: Der Metaspoit-Entwickler und Veranstalter des Month of Browser Bugs hat einen Google-Proxy gebastelt, der nach Malware sucht.

H. D. Moores Malware Search Engine

Einfach mal Netsky, Bagle, Klez... eingeben.


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Glibber mit Glamour

Was man so findet, wenn man nicht schlafen kann, und mit der MSN Suche nach "Glibber" sucht.



Weichtiere: Glibber mit Glamour. Stern

Der Fuchs, der zuviel wusste (Teil II)

Der Google Operating System Blog erinnerte mich an etwas, was ich bereits verdrängt hatte:


...the lead Firefox engineer, Ben Goodger, works at Google.

Offenbar ist Firefox 2 nichts andres als Firefox 1.5 mit fest eingebauter Google-Toolbar.


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Es gibt noch Hoffnung

Hey, schwergewichtige Computer-Freaks:

Couch potatoes who start exercising in later life can reduce their chances of developing heart disease, according to research.

Besser mal die Joggingschuhe rausholen. In der Hölle gibt es nur 286er, und ihr müsst einen COBOL Interpreter in Malbolge implementieren.

Scientists found the risk of coronary heart disease could be cut by up to 55% if people became physically active at the age of 40.


Heart hope for 'couch potatoes'. BBC News

17. Juli 2006

Virtual PC jetzt umsonst


Wer es noch nicht gemerkt hat: Microsoft verschenkt jetzt Virtual PC 2004.

Die Software ist ideal für allerlei Experimente.

A weird imagination is most useful to gain full advantage of all the features.
-- amd(8)



Microsoft Virtual PC 2004

16. Juli 2006

Der Fuchs, der zuviel wusste


Der beliebte Webbrowser Mozilla Firefox ist in einer neuen (Beta) Version erschienen. Ich habe mal überprüft, ob meine Erweiterungen noch mit Mozilla Firefox 2 Beta 1 gehen.

Die gute Nachricht zuerst: Meine Erweiterungen funktionieren weiterhin. Durch einfaches Anpassen der Versionsnummer im XPI.

Jetzt die schlechte Nachricht: Die neue Version ist ziemlich enttäuschend. Ausser der Phishing Protection gibt es nur ein paar unwesentliche Kleinigkeiten. Suchen in Lesezeichen geht immer noch nicht.

Jetzt die "lustige" Nachricht: Firefox 2 ist Spyware.




Phishing Protection
Highlight bei Firefox 2 ist die neue Phishing Protection. Die Funktion kennt zwei Betriebsarten, voreingestellt ist die erste:

  1. Alle URLs werden mit einer lokalen Datenbank abgeglichen. Die Daten stammen von Google.
  2. Alle URLs werden an einen Anti-Phishing-Datenbank Provider übertragen. Einziger Provider bis jetzt : Google.

Die zweite Betriebsart ist besonders interessant. Für Google. Damit erhalten sie eine Liste aller URLs, die man besucht.

Die Google Toolbar für Firefox und Internet Explorer macht übrigens genau das gleiche. Alle URLs werden an Google übertragen. Auch Google Desktop überträgt ständig irgendwas an Google. Und diverser anderer Kram von Google (gibt es Google Web Accelerator eigentlich noch?).

Wegen sowas wurde die Amazon-Tochter Alexa mal verklagt. Die hatten es allerdings heimlich gemacht. Firefox zeigt einen Warnhinweis, wenn man die Datenübertragung an Google einschaltet. Laut Googles Spyware-Definition ist es damit keine Spyware mehr.

Trotzdem dürfte die Datenbank mit den Profilen von Millionen Benutzern ein Vermögen wert sein. Und die Mozilla Foundation (MoFo) verdient mit.

Die (bis jetzt) 50 Millionen Dollar im Jahr, die Google an die MoFo überweist, scheinen sich wirklich auszuzahlen. Für Google. Sie müssen die Firefox-Nutzer nicht mehr mit ihrer Toolbar ausspionieren. Die Spyware ist jetzt schon eingebaut. Und nicht nur die:


Firefox 2 = Googlefox
  • Google Suchmaschine voreingestellt
  • Google Schnellsuche bei fehlerhafter URL voreingestellt
  • Google Schnellsuche in den Lesezeichen voreingestellt
  • Google (und Yahoo) Feed Reader voreingestellt
  • Google Phishing Protection
  • Google Startseite voreingestellt ("Firefox start")

Hinweis: Dieser Blog gehört Google.


Update 18.7.: Der Firefox Chefentwickler Ben Goodger ist ein Angestellter von Google. Goodger, Google, Zufall? Muss wohl eine Verschwörung sein.


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12. Juli 2006

Nur noch 10000 Stück. Jetzt kaufen.

Kann man das eigentlich noch "Schleichwerbung" nennen, wenn man vom Radio alle halbe Stunde aufgefordert wird Konzertkarten zu kaufen?

"Ab ins Netz, es gibt noch Tickets, blah blah blah".
"Die Wasauchimmer Band nur ein Konzert in Deutschland blah blah blah".
"Blah blah blah dieses Konzert dürfen sie nicht verpassen".

HR3 ist ja schlimmer als der Home Shopping Kanal.

GEZ-Gebühr pro Jahr: 204,36 Euro / 399,69 Deutsche Mark


11. Juli 2006

Jugendschutz schon wieder


Auf der vor allem bei Jugendlichen beliebten Internetseite www.youtube.com sind nach einem Bericht der "Computerbild" zahlreiche Videos rechtsradikaler Bands zu finden.
[..]
Die Zeitschrift informierte nach eigenen Angaben die deutsche Beschwerdestelle "Jugendschutz.net". Die Behörde habe erklärt, sich umgehend mit "Youtube" zum Löschen der betroffenen Seiten in Verbindung setzen zu wollen.

In Deutschland gibt es keine Zensur, sondern "Jugendschutz". Zensur machen nur die anderen, bösen Länder. Es heisst auch nicht "Polizeistaat", sondern "Kampf gegen den internationalen Terrorismus". Das ist eben der feine Unterschied. Wolfsrudel. Abspritzen.


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Die letzten Stunden von Windows 9x


Microsoft stellt Support ab 12. Juli 2006 ein.

Mit dem Patch-Day für den Juli 2006 erscheinen die letzten Updates für Windows 98, Windows 98 SE und Windows ME. In Zukunft werden keine Sicherheitslücken in den Betriebssystemen mehr gestopft, so dass ein Wechsel wohl unausweichlich bleibt.
[..]
Microsoft liefert keinerlei Updates mehr für die drei Betriebssysteme mit Windows-98-Kern und beantwortet auch keine Support-Anfragen dazu mehr.

Wir werden dich vermissen... NICHT.


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10. Juli 2006

Jörgs Bastelstunde: Wir bauen uns einen privaten Rootkit-Detektor


Implementationsspezifische Angriffe abwehren


Um sich vor Anti-Rootkit Programmen zu verstecken, greifen kommerzielle Rootkits gerne zu einem alten Trick: Implementationsspezifische Angriffe (Implementation Specific Attack, ISA).

Die Rootkits haben Signaturen von bekannten Anti-Rootkits gespeichert. Wenn jetzt ein Programm startet, auf welches die Signatur passt, verändert das Rootkit sein Verhalten. Wenn zum Beispiel RootkitRevealer startet, hört das Rootkit einfach auf sich zu verstecken. RootkitReavealer findet es dann nicht mehr, weil es nicht versteckt ist.

Das kommerzielle Rootkit Hacker Defender Gold hat mehr als ein Duzend ISAs gegen fast alle Detektoren.

Um dem zu begegnen, verkaufen die Hersteller von Anti-Rootkit Programmen für viel Geld "private Versionen" von ihrer Software. Diese privaten Versionen unterscheiden sich auf eine nicht näher definierte Weise von der öffentlichen Version. Weil die Rootkit-Programmierer (theoretisch) nicht an diese privaten Versionen herankommen, können sie keine ISAs entwickeln. Überflüssig zu erwähnen, dass die Kosten für sowas astronomisch sind.

Weil unsere Erbtante immer noch lebt, machen wir uns den privaten Detektor selber.


Bauanleitung

Aus RootkitRevealer wird ____RkR-mod____.


Achtung: Der Name ____RkR-mod____ ist nur ein Beispiel. Niemals so ein Beispiel tatsächlich verwenden. Der Trick dabei ist, einen einmaligen Detektor zu basteln.

Benötigte Software


1. RootkitRevealer.exe öffnen mit Resource Hacker


Version Info->1->1033: Product Name ändern
Ein paar andere Sachen ändern
Compile Script Button
File->Save as ____RkR-mod____.exe


2. Mod öffnen mit XVI32
Search->Replace im Menü auswählen.


Unter Find->Text string "RootkitRevealer" eingeben, wie auf dem Screenshot zu sehen ist.

Wichtig: Der neue Name unter "Replace with" muss die gleiche Anzahl an Zeichen haben. Dabei immer die Option "as Unicode" anklicken, wie auf dem Screenshot zu sehen ist.

Dann den Button "Replace all" anklicken.
File->Save im Menü auswählen.

Das ist schon alles.

Hinweis: Die Lizenzbestimmungen von RootkitRevealer verbieten die Verbreitung der modifizierten Version.


Test

Testobjekt:
Rustock.A, ein Spam Bot mit Rootkit-Funktion und ISAs gegen BlackLight, RootkitRevealer und Rkdetector. Author ist übrigens PE386, dessen Arbeit wir bereits kennen.

1. Durchlauf
Die Standardversion von RootkitRevealer findet den versteckten Stream nicht.

2. Durchlauf
Unserer Mod schon.


Fazit

Ob unserer neuer Freund auch gegen Hacker Defender Gold wirkt, kann ich mangels Testexemplar nicht sagen. Es gibt noch viele andere Möglichkeiten für ISAs. Die Größe des Fensters, die Anordnung der Menüs, etc.

Hinweis: Dieser Mod ist eher ein Scherz als ein "ernsthafter" Detektor. PE386 hat bereits angedroht seinen ISA zu verbessern, um RootkitRevealer trotz Modifikation zu erkennen.

Falls jemand Zugriff auf Hacker Defender Gold oder andere ISA-Rootkits hat, möge er uns seine Erkenntnisse in Form eines Kommentars mitteilen.


Artikel

9. Juli 2006

Wer hat Angst vorm FBI?

Noch ein schöner Artikel zum Thema "Inkompetenz".

Your company hires a consultant to do a bit of network maintenance.

He keeps badgering you for access to this, so he can install a printer, or that to install a switch.

Finally... to get him off your back, you give him your user name and password.

Later, you discover that the creep used your password to download the entire organization's password file (multiple times)... then used an off-the-web hash-buster to own every user in the company... And you didn't even have Administrative access!

What kind of small-time idiot would design such a Swiss-cheesy security system?

Turns out, it was the FBI.

Highlight: Sicherheitssystem ein Witz, aber für die Installation eines Druckers ist eine schriftliche Genehmigung aus der Zentrale in Washington erforderlich. Jedes mal.


Artikel
(Der Originale Washington Post Artikel scheint weg zu sein? Seattle Times Artikel ist vermutlich ein Nachdruck.)

Anatomie einer logischen Bombe

Diese "logische Bombe" verursachte einen Schaden von mindestens 3,1 Millionen Dollar bei UBS PaineWebber.

Die "Bombe" wurde offenbar von einem ehemaligen Systemadministrator aus Rache gezündet. Es ist ein simpler Aufruf von "mrm -r /", einem Unix-Befehl der die gesamte Festplatte löscht.



Obwohl Elvira Maria Rodriguez das Problem noch am selben Tag auf "mrm" zurückführen konnte, musste die Bank fast 2 Millionen Dollar für IBM-Techniker bezahlten, um ihre Server wieder in Gang zu bringen.

Ermittler Keith Jones hat drei Jahre an dem Fall gearbeitet (was macht der nur den ganzen Tag?), vorher war bereits ein anderes Team ein Jahr lang damit beschäftigt.

Der Fall wirft einige Fragen auf:

  1. Kann dort wirklich jeder Admin beliebigen Code in das System einschleusen? Und niemand merkt es? Jedes billige Open Source Projekt hat eine bessere Sicherheit.
  2. Wieso mussten die Beweise durch eine Hausdurchsuchung (!) beschafft werden? Gibt es dort kein Versions-Management?
  3. Schreiben die ihre Banken-Anwendungen ernsthaft in C?
  4. Läuft die Banken-Anwendung tatsächlich mit Root-Privilegien? Ansonsten hätte der Befehl kaum funktioniert. Jede billige Linux-Distribution für Heimanwender ist robuster.
  5. Wieviel Kontrolle hat die Bank über ihre eigene IT?
  6. Wie kommt es, dass die Admins noch nicht alle Millionäre sind?
  7. Sind andere Banken besser? Nicht die, die ich kenne.


Artikel

8. Juli 2006

Dritter Platz

Jetzt ist es ofiziell: Deutschland ist drittklassig. Den Jubelkorso, der gerade durch die Stadt fährt, scheint es nicht zu stören.

Der Fussball lehrt uns das Geheimnis des Glücklichseins: Niedrige Erwartungen.


Deutschland feiert den dritten Platz. Spiegel

Apple will auch nach Hause telefonieren


Dass Windows schon mal ungefragt nach Hause telefoniert, ist bekannt. Doch auch bei Apple scheint man der Versuchung schon wieder nachgegeben zu haben.

Sie versuchen es immer wieder. Glauben sie ernsthaft, es würde keiner bemerken?

Eigentlich sollten Unternehmen im IT-Bereich mittlerweile begriffen haben, dass Computernutzer außerordentlich empfindlich auf verdeckte Schnüffelaktionen reagieren.

Eigentlich sollten Computernutzer mittlerweile begriffen haben, dass Unternehmen im IT-Bereich das einen Dreck interessiert.


Artikel

7. Juli 2006

BlackLight = Blindfisch

In etwas holprigem Englisch veröffentlichte der vermutlich aus Russland stammende PE386 jetzt einen Artikel auf Rootkit.com, der den Entwicklern von RootkitRevealer und BlackLight nicht gefallen dürfte.

Es wird erklärt, wie man die beiden Rootkit-Detektoren aushebelt. Zumindest sagt PE386 das.

Mitgeliefert wird ein Treiber samt Sourcecode. Ich habe mir den nur fünf Kilobyte grossen fhide.sys Treiber mal angesehen. Wenn er installiert ist, wird alles was driver.sys heisst unsichtbar.

Das "Demo"-Rootkit kann sich allerdings nur vor BlackLight und GMER verstecken. GMER findet noch ein paar Hooks.


Schnelltest fhide.sys vs. Anti-Rootkit
RootkitRevealer 1.7 - Findet es
BitDefender Rootkit Uncover v1.0 Beta 1 - Findet es (sehr schnell)
IceSword 1.18 - Findet es
GMER 1.0.10.10111 - Findet fhide.sys Hooks, Datei nicht
BlackLight 2.2.1042 - Findet gar nichts (Buuh!)
"es" = Versteckte Datei.


Die Suche nach verstecken Dateien bei BlackLight scheint ziemlich schrottig zu sein. Wieder ein schlagendes Argument dafür, nicht nur auf ein Programm zu setzen. Ist auch nicht das erste mal, dass mir BlackLight durch peinliches Versagen auffällt.


Update 9.7.2006: Natürlich findet es auch DarkSpy... Wenn man weiß wonach man sucht.

cardmagic (DarkSpy Author) sagt dazu:

this technique only available for antirootkit that use system function call.

applications that doesnt enumerate files by system call (such as DarkSpy,Icesword) will not be intercepted by this method.

Update 2.8.2006: Der fhide.sys Treiber wird jetzt von AVG als "Trojan horse BackDoor.Generic3.ALN" und von Kaspersky als "Rootkit.Win32.Agent.cb" erkannt. Die scheinen alle fleissig Rootkit.com zu lesen, die Leute.


Hiding files from RootkitRevealer and F-Secure BlackLight. Rootkit.com

6. Juli 2006

Versicherung für Raubkopierer


Darauf hat die Welt gewartet:

Ein neues Versicherungsunternehmen aus Schweden namens Tankafritt bietet Raubkopierern nun eine Versicherung an, die Verfahrenskosten und Schadensersatzzahlungen übernimmt.
[..]
Das Konzept klingt einfach: Wenn jeder notorische Raubkopierer seinen Jahresbeitrag zahlt, kann die Versicherung die Verfahrens- und Folgekosten für diejenigen tragen, die erwischt werden.


Wissenschaftler: Infektionen auch ohne Computer möglich


Hallo Kinder!

IT-Sicherheit ist nicht alles. Auch beim ficken kann man sich infizieren! Ganz ohne Internet Explorer!

The biggest rise was seen in syphilis cases, which rocketed by 23% but Chlamydia, genital warts and herpes also registered increases.


Ah.. Syphilis. Dagegen hillft kein Linux.


Sex infections 'continue to rise'. BBC NEWS

Jörg for President



Wer schon immer mal Präsident der USA werden wollte, sollte den Hursti-Bericht sehr genau lesen. Da steht nämlich drinnen, wie man Wahlmaschinen manipuliert.

Nach Einschätzung Hurstis könnten Personen mit dem im Report vermittelten Wissen Diebold-Wahlmaschinen innerhalb kurzer Zeit für eigene Zwecke – oder die anderer – manipulieren.

Meine Zukunft ist gesichert. Als Gouverneur von Kalifornien. Bewerbungen von Praktikantinnen bitte mit Bikini-Foto.


Black Box Voting geht in die Offensive. Heise.

ZoneAlarm von Hand deinstallieren

Diverse Leute scheinen massive Probleme zu haben, ZoneAlarm wieder loszuwerden. Auf meinen Testsystemen funktionierte der Uninstaller problemlos, trotzdem hier die Anleitung "ZoneAlarm Pro 6.5 von Hand deinstallieren".

Diese Anleitung bezieht sich auf die Standardinstallation von ZoneAlarm Pro 6.5. Auf unterschiedlichen Rechnern scheint sich ZoneAlarm etwas anders zu verhalten. Da muss man halt improvisieren.


Benötigte Software:



Einleitung
ZoneAlarm (Pro) besteht aus einem Treiber, einem Dienst ("True Vector") und der Benutzeroberfläche. Die neue Version 6.5 hat noch einen zweiten Treiber, dessen Bedeutung ich nicht kenne.


1. Prozesse beseitigen
Zuerst beseitigen wir die Benutzeroberfläche und den Dienst. Mit GMER (oder Rootkit Unhooker) killen wir die Prozesse zlclient.exe und vsmon.exe (Process Tab->Rechte Maustaste->Kill process). Falls die Prozesse sich wiedersetzen nehmen wir DarkSpy, das kriegt alles kaputt.


2. Selbstschutz beseitigen
Der Treiber lässt sich nicht entladen. Er benutzt SSDT-Hooks um die ZoneAlarm Autostarts zu bewachen.


GMER, im Rootkit Tab:
Alle Häkchen bis auf "System" löschen , auf Scan klicken.
Auf den ersten SSDT Eintrag von vsdatant.sys klicken, Shift (Umschalttaste) gedrückt halten und auf den letzten klicken. Jetzt sollten alle markiert sein. Rechte Maustaste->Restore SSDT.

Update: Man kann auch Rootkit Unhooker nehmen, einfach Unhook all auswählen.


3. Autostarts beseitigen
Autoruns starten. Options->Hide Microsoft Entries aktivieren.
Allles killen was von "Zone Labs, LLC" ist (zlclient.exe, vsmon.exe, srescan.sys, vsdatant.sys). Srescan.sys kommt nur bei ZoneAlarm 6.5.


4. Dateien löschen


Process Explorer starten, Find->Find Handle or DLL. Nach "zonelabs" suchen.
Doppelklick auf den ersten "Handle" Eintrag.



Rechte Maustaste->Close Handle.
Wiederholen bis alle Handles auf das Verzeichniss ZoneLabs weg sind.

Verzeichnisse löschen (Standardinstallation):
C:\Programme\Zone Labs
C:\Windows\system32\ZoneLabs


5. Reboot, mehr Dateien löschen
Rebooten.

Das Verzeichniss C:\Windows\Internet Logs löschen.

Im Verzeichniss C:\Windows\system32 liegen jetzt noch einige Dateien herum, die mit "vs" und "zl" anfangen. Man kann sie ignorieren oder löschen. Löschen: Rechte Maustaste->Eigenschaften->Version Tab. Wenn da Zone Labs steht, weg damit.

Systemsteuerung->Software->ZoneAlarm. Windows gibt einen Fehler aus. Auf OK klicken und der Eintrag wird gelöscht.


RIP ZoneAlarm

5. Juli 2006

Keine falsche Bewegung

Wer meint, dass der Computer ihn beobachtet, könnte recht haben: Microsoft präsentierte jetzt eine neue Tastatur mit hintergrundbeleuchteten Tasten und Bewegungsmelder.

Angeblich soll der Bewegungsmelder die Energiesparfunktionen der Tastatur regeln. Hä? Tastatur mit Energiesparfunktion?

In Zukunft heisst es dann anstatt "drücken Sie eine beliebige Taste" wohl "nicken Sie mit dem Kopf".

Das gibt dem "EULA abnicken" Ritual eine ganz neue Bedeutung...


Microsoft-Tastatur mit Leuchttasten und Bewegungssensor. Golem.

Dumm gelaufen



Oh oh, das war wohl nix mit der WM. Laut HR3 sind wir jetzt die Weltmeister der Herzen. Aber andere haben ganz andere Probleme:

Enttäuschte Fußballfans haben in der südbrasilianischen Stadt Chapeco eine Ronaldinho-Statue verbrannt. Die rund sieben Meter hohe Skulptur des Mittelfeldstars aus Kunstharz und Fiberglas, die auf einem der Hauptplätze der Stadt gestanden habe, sei einfach weggeschmolzen.


Merke: Wenn sie dir ein Denkmal bauen, nimm kein Billigschrott, bestehe auf Bronze. Eine 200 Meter hohe Pyramide aus massivem Fels ist auch akzeptabel.


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4. Juli 2006

Das Ende naht

Nur falls sich jemand über das Wetter heute beklagen will:

Es sind genug Browser-Bugs für alle da

Metasploit-Entwickler H. D. Moore hat den Monat der Browser-Bugs ausgerufen. Und er verspricht, sich um alle zu kümmern:

We are starting off with Internet Explorer bugs, but we have a handful of Firefox, Safari, Konqueror, and Opera bugs as well.

Na, da bin ich ja beruhigt!


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3. Juli 2006

Christliche Brutalo-Spyware


Spielehersteller Left Behind Games hat ein schönes, christliches Endzeit-Massaker im Angebot.

Inhalt des Spiels ist laut Register der Kampf gegen den Antichrist und seine Kumpels, die in Gestalt von UN-Friedenstruppen auftreten.

One reviewer noted: "The only way to accomplish anything positive in the game is to 'convert' nonbelievers into faithful believers, and the only alternative to this is outright killing them."

-- The Register

The dialogue includes people saying, "Praise the Lord," as they blow infidels away.

-- Talk To Action

Ganz nebenbei ist das Spiel auch noch mit Spyware verseucht.

It incorporates video advertising and product placement into the game, and reportedly records players' behaviour, location, and other data to be uploaded to Left Behind's Bible-powered marketing machine.

-- The Register

Preiset den Herrn!


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2. Juli 2006

Wahlmaschinen

Interessanter Artikel über Wahlmaschinen bei whatreallyhappened.com.

80% of all votes in America are counted by only two companies: Diebold and ES&S.
[..]
The vice-president of Diebold and the president of ES&S are brothers.
-- 20 Amazing Facts About Voting in the USA

Ich denke die Wahlmaschinen sind nicht mehr aufzuhalten. Bei uns stand die Anschaffung auch schon auf der Tagesordnung, wurde aber vertagt. Wie die Abstimmug ausgeht, kann ich mir bereits jetzt vorstellen: "Einstimmig dafür".

Die Argumente "dann müssen wir nicht mehr bis um 10 Uhr im Wahllokal sitzen und Stimmzettel zählen" und "im Nachbardorf werden sie bereits mit Erfolg eingesetzt" werden alle Sicherheitsbedenken vom Tisch fegen.

Beziehungsweise würden, wenn die Leute überhaupt Sicherheitsbedenken hätten.

Vor jeder Wahl sucht die Stadtverwaltung verzweifelt Wahlhelfer. Dabei sind die Leute eigentlich dazu verpflichtet. Bei der letzten Wahl mussten sie schon Leute aus dem Nachbardorf herankarren. Scheinbar ist es den Leuten schon jetzt scheissegal, was mit ihren Stimmen passiert. Wenn sie überhaupt zur Wahl gehen.

Dazu kommt noch das neue Kommunahlwahlrecht. Das Hessische Wahlsystem mit kumulieren und panaschieren hat die Kommunalwahl abartig kompliziert gemacht. Die Wahlhelfer zählen nur noch die "einfachen" Stimmzettel. Den Rest zählt die Stadtverwaltung (kann bis zu einer Woche dauern).

Für die Entscheider sehen die Alternativen ungefähr so aus:

  1. Die immer knapper werdenden "freiwilligen" Wahlhelfer müssen von 7 Uhr Morgens bis 10 Uhr Abens im Wahllokal sitzen (mit Pause), anschließend muss die Stadtverwaltung drei bis sieben Tage im Schichtbetrieb die Stimmzettel mit kommulieren und panaschieren zählen.
  2. Wahlmaschinen kaufen mit Steuergeldern.

Wie wahrscheinlich ist es, dass keine Wahlmaschinen gekauft werden?

Wie viele Leute würden es überhaupt bemerken, wenn die Wahlen abgeschafft würden? Die Landratswahl zum Beispiel? Jedes mal beklagen sie sich, "blah blah blah schon wieder Wahlen?".

Die Leute betteln ja geradezu darum, von einem Diktator beherrscht zu werden.

Ich bin bereit.


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